Münchner Intelligenzblatt; Sonnabend, den 4 May 1799
Behandlung der Bienen in Monate May.
Die vorfallenden Behandlungen im May hangen bey den Bienen sowohl im Ober- als Unterlande Baierns meistens von der Lage des Landes, oder von der guten frühen warmen Witterug ab.
Ist man bey Berggegenden in einem Thale situiert, wo man von scharfen Winden und Reifen gesichert ist; hingegen im flachen Lande als auf 5 bis 6 Stunden von München herum solche Zufälle meistens sich einfinden, so kann man sich nach einem warmen, und für die Bienen zur Honigtracht günstigen Monate April eine frühe Vermehrung seiner Bienen, d. i. Schwärme versprechen.
Wo also in einer Gegend für die Bienen frühe blühende Gewächse, und besonders Bäume mangeln, da wird sich immer eine späte Vermehrung, oder Schwärmezeit einfinden, besonders im heurigen Jahre, da der undenkliche kalte Winter nicht allein fast alle Gattungen der Bäume, wo nicht gänzlich, doch die Blüthchen derselben, auch hiedurch wegen diesen, und noch anhaltenden späten Kälte viele Bienenstöcke verdorben hat. Viele vorjährige junge und alte Stämme sind gänzlich, auch bey hinlänglichen Vorrath des Honigs in der zweyten und dritten Woche des Aprils aus ihrem Wachsbau ausgezogen. Als Ursache hievon finde ich nach meiner gemachten Beobachtung keine andere in der Gegend um München, als diese: Die Bienen sind durch etliche warme Tage zum Ausfluge gelockt, zum Beuteeinschlagen greitzt, immer gelegenheitlich bey kalten Winden ausgeflogen, um für die eingeschlagene Brut Wasser und Blumenstaub zu suchen. Bey diesen Umständen erstarrten auf der Wasser und Blumenstaubsammlung die meisten Bienen, und sehr wenige kamen nach ihren Stöcken zurück, und, da die folgenden Tage anhaltende Kälte, und wohl gar Schnee folgte, so waren die Stöcke sehr entvölkert.
(Wenn die Bienen an einem Tage erstarrt liegen bleiben, und den folgenden 3 Tagen eine warme Witterung mit Sonnenschein einfällt, so leben alle Bienen wieder ohne Schaden auf). Die Bienen mußten sich also wegen anhaltender Witterung so, wie im Winter auf einen Klumpen zusammenziehen, und konnten die schon vorhandene Brut aus diesen zwey Ursachen nicht mehr bedecken, und erwärmen. Diese Brut starb also ab und gieng in die Fäulung, welche die Bienen gar nicht gerne reinigen, und austragen wollen, noch können. Hiedurch entstand also die Bienenpest, und viele Bienen verließen nach eingefallenen warmen Tagen ihre ganze Wohnung.
Dieses Ausziehen geschieht auch bey hungrigen oder solchen Körben, welche man unbehutsam unter Tags beym vollen Fluge futtert, wo dann bey einem solchen schwachen Stocke die Räuber herbeygelockt in dein Korbe kommen, die Königin zuerst aufsuchen, und gleich todtstechen, und also bey Abgang derselben die übrigen muthlos machen, und zum Ausziehen, und völigen Eingang bringen.
Da also im Monate May in einigen Gegenden Schwärme, die meisten aber erst in Juny vorkommen; so wird es sich am besten fügen, hievon, erstens die Ursachen des Schwärmens, zweytens die dabey vorfallenden Umstände, nebst nöthigen Behandlungen nach aller möglicher Kürze anzugeben.
Die erste Ursache des Schwärmens ist die Beschaffenheit des Bienenstockes selbst. Hat dieser jungen, und guten Wachsbau, eine noch gut befruchtete, nicht zu alte Königinn, viele Arbeitsbienen, und ist die Gegend blüthenreich, windstill, eine anhaltende Honigtracht mit abwechselnden warmen Strichregen, so wird man frühzeitig viele und gute Schwärme erhalten.
Wie man die Umstände des Wachsbaues verbessern kann und soll, habe ich im vorigen Monate bey den Zeideln beschrieben. Nun wäre also noch einer der wichtigsten Punkte zu erklären übrig, wie und woher nämlich die Bevölkerung und die darauf folgenden Schwärme entstehen.
Jeder gute Bienenkorb hat im Frühjahre zur Schwärmzeit dreyerley Gattungen der Bienen oder Vögel in sich, als die Königinn, oder Mutterbiene, Matrem. Die Thrännen, oder Drohnen, sogenannte Brutter, Mafeuli. Die Arbeitsbienen, Nutrices. Ohne diese 3 Gattungen, und doch nur zwey Geschlechter kann keine zukünftige Vermehrung oder Fortpflanzung ihres Geschlechtes vor sich gehen.
Außer der Schwärmzeit, und vor dem ersten Schwarme dulden die Bienen das ganze Jahr hindurch nur eine einzige befruchtete Königin im Stocke. Diese ist´, als Mutter aller Bienen, die Hauptperson. Sie ist bey gesunden Umständen fähig in einem Jahre bis 80000 Eyer zu legen. Von eben derselben geschieht oft 5 bis 6 Jahre hindurch die Bevölkerung ihrer Familie, ohne daß sie sich öfters als einmal in ihrem Leben mit den Männchen begattet, welches Abweichende von der allgemeinen Natur zwar bey vielen Naturforschern fast unglaublich, widersprechend , und nicht recht begreiflich scheinen will; doch meine vieljährige lange überzeugende Beobachtungen lassen mich gar nicht mehr daran zweifeln. Dies aber hier mit weitläufigen Proben zu beweisen, ist nicht meine Absicht, ich verweise jeden Krübler und Forscher zu dem gründlichen Unterricht der Garten= und Waldbienenzucht, und zu anderen neuern Bienenbüchern.
Was das Alter oder Leben der Königin betrift, so kann selbes wohl 5 bis 6 Jahre, und darüber dauern. Nicht wie viele glauben und angeben, die Mutterbiene lebe nur ein Jahr, und es habe also ein jeder Schwarm eine neue Königin, welches grundfalsch ist, wie aus folgenden zu ersehen sey wird.
Die Arbeit der Königinn ist bloß allein nach ihrer Befruchtung, welche außer dem Stocke von den Thrännen geschieht, das Eyerlegen, oder Bruteinschlagen. Nach der Befruchtung fliegt dieselbe niemal zu solcher mehr aus; sondern sie legt sowohl im Winter als Sommer ohne Daseyn der Drohnen ihre gute befruchteten Eyer. Sie hat zwey Eierstöcke, einen für die Arbeitsbienen Eyer, aus welchen auch nach Umständen des Bruthauses oder der Weiselwiegen, und des Futterbräunens eine ächte Königinn entspringen kann; den anderen Eyerstock, um Thränneneyer zu legen. Dieser letzte wird nur im Frühjahre tragbar, und bleibt es bis im August, wo eine ächte gesunde Mutter aufhört Drohneneyer zu legen. Wird die Königin alt, so kann, und ereignete sich öfters, daß sich der Arbeitsbienen Eyerstock gänzlich ausleeret, und entkräftet, da legen dann die Mütter oft lauter Thränneneyer, oder vermischte Eyer in das Bienenwachs, wo aber allezeit eine ächte Königin bey der Eyerlage im Frühejahre, so oft dieselbe ein Thränneney legen will, vom Bienenwachs weg, und zum Drohnenwachs läuft, und ihre Eyer dort absetzt. Sie empfindet also allezeit, ob sie ein Drohnen= oder Bieneney legen will.
Ihre Nahrung ist blosses reines Honig, welches sie entweder selbst aus den Zellen leckt, oder ihre Begleiter, deren sie immer einige bey sich hat reichen ihr durch ihre Zunge den Nektar liebreich im Munde. Ihr Ausflug ist nach der Befruchtung allein bey dem Vorschwarm, wo sie oft vor Alters, oder der abgestossenen Flügel halber, welches bey der Eyerlage geschieht, dem Schwarm nicht mehr nachfliegen kann, und zu Boden fällt, auch oft hiedurch zu Grunde geht.
So nothwendig die Königin zur Fortpflanzung des Bienengeschlechtes im Stocke ist, so nothwendig sind alsdenn die Arbeitsbienen zur Erhaltung der Uebrigen. Wenn die Königin die Arbeitsbieneneyer in die Zelle eingelegt hat, so brauchen solche 20 bis 21 Tage zu ihrer gänzlichen Entwicklung, dann schlupfen sie selbst aus den Zellen, werden von den Aelteren abgeleckt, und dann kommen, und verrichten sie alle Arbeiten im Stocke so lange sie leben, ihr Leben aber dauert nicht über 13 Monate. Sie tragen Honig und Blumenstaub, Wasser, und alles Nöthige ein, besorgen die junge Brut, bauen Wachs, tragen die Todten aus, und was immer ihrem Hause unanständig und in ihren Kräften ist, schleppen sie zum Stocke hinaus. Sie sind immer fleißig, und unermüdet in ihrer Arbeit, ein wahres Sinnbild des Fleißes, und der bürgerlichen Entracht für und Menschen.
Ihr Heldenmuth scheut kein anderes Thier, so groß es auch immer seyn mag. Wer ihrem Hause oder Staate übel begegnet, den verfolgen sie mit Aufopferung ihres Lebens mit ihrem Stachel, welchen ihnen auch der Schöpfer deswegen muß zugegeben haben, sonst würde sie jedes Kind und Thier um des Honigs halber mißhandeln, allein der Stachel und der schmerzhafte Stich haltet also ihren Untergang zurück. Sie sind nicht geizig, wie manche Menschen, bey dem Ueberfluße ihres Honigs oder Schatzes, sondern sie theilen uns gerne, und auch anderen solchen mit. Ihre Liebe zur Königin, und der Brut ist besonders, diese als ihre Mutter belecken sie, ja sogar ihre Schritte, gehen nicht von ihrer Seite, und wenn sie ungefähr, oder Alters halber im Stocke stirbt, so geben sie ihr Leidwesen mit besonderem düsteren Heulen und Gesumse am Tage, sie stellen sich alle um ihre todte Mutter 2 bis 3 Tage herum, als wollten sie dieselbe gleichsam von Todten erwecken, da aber ihr Geheul fruchtlos ist, so schleppen sie endlich solche aus dem Stocke, und trachten sich aus einem anderen Bieneney eine Königin zu bereiten. Sind also keine Eyer vorräthig, so wird der Stock weisellos, und geht ein.
Die Thrännen sind die Männer, oder des männlichen Geschlechtes, und nur allein zur Befruchtung der jungen Königinnen bestimmt, ohne welche also keine Geschlechtsfortpflanzung geschehen kann. Sie arbeiten sonst nicht, und lassen sich den süssen Honig wohl schmecken. Ihre Anzahl verhält sich beyläufig bey der Schwarmzeit gegen die Arbeitsbienen wie 1 zu 20. Nach der Befruchtung der jungen Königinn, meistens im August und September, wenn die Honigtracht abnimmt, so werden diese sowohl, als auch die Drohnenbrut dem Tod überliefert, so liebvoll sie ihre Brut behandeln, so unbarmherzig reißen sie solche aus den Zellen, schleppen sie aus dem Stocke, und lähmen die anderen an den Flügeln , und jagen sie zum Stocke hinaus, oder verwähren ihnen den Zugang zum Honig, wo sie dann überall absterben.
Die Polizey also in dem Bienenstaate ist, bey jedem Fall fleißig, nüchtern und arbeitsam zu seyn ohne Unterschied, alles rein im Stock zu halten, keine Müßiggänger und Räuber zu dulden, Fremden, aus Furcht des Raubens , nicht so leicht den Eingang zu gestatten, allgemeine große Liebe gegen die Königinn oder Mutter, einhellige Unerschrockenheit bey dem Auftritt eines Feindes ihres Staates, gutherzige Ueberlassung des Ueberflußes an Honig und Wachs zum Nutzen der Menschheit.
Nun wollen wir auf unsere nöthige Erklärung der Natur einer jeden Biene uns wieder zu der Vermehrung oder den Schwärmen wenden. Wenn also ein Bienenstock nach obig beschriebener Art seine Beschaffenheit sowohl an Gattungen der Bienen, als an den Vorrath des Honigs hat; so bauen die Bienen, wenn sie sehen, daß die Königinn bey schon häufigen Volke fast alle leere Zellen mit Eyern und Brut angefüllet hat, an die Räuber der verschiedenen Wachstafeln besondere mehrere Königszellen oder sogenannte Weiselwiegen abwärts, in Gestalt einer Eichel, wohin alsdann die Königinn ihre Eyer legt. Auf dies bereiten die Bienen für die zukünftigen Königinnen einen ganz an der weißen Farbe und Schmackhaftigkeit unterschiedenen häufigen Futterbrey, da der andere Futterbrey für Thrännen und Arbeitsbienen bitter und unschmackhaft, auch wegen des verschiedenen Blumenstaubes von verschiedenen Farben ist. Diese Futterung und tägliche Zusetzung dauert bey jeder dieser Gattung der Bienen 7 Tage, wann also die Puppe zu einer sichtbaren und erforderlichen Größe angewachsen ist, wird dieselbe in ihrer Zelle verschlossen, und mit Wachs zugedeckt oder versponnen. Sobald eine oder mehrere Königszellen versponnen sind, so folgt den nächsten oder zweyten Tage darauf, wenn die Witterung und Honigtracht gut ist, der Vor oder Mutterschwarm, welcher allezeit die alte Mutterbiene oder Königinn bey sich hat. Nicht wie andere sagen und glauben, ein jeder Schwarm habe eine junge frische Königinn. Meine Ueberzeugung und Beobachtung steht dafür. (Fortsetzung folgt.)
Beschluß von der Behandlung der Bienen im Monate May.
Münchner Intelligenzblatt; Sonnabens den 18. may 1799:
Sollte der Stock bis den 17. oder 18. Tag durch üble Witterung von Schwärmen abgehalten werden, so wird entweders die alte Königinn von den neuen ausgeschlupften jungen Königinnen getödtet, oder die alte Königinn wartet des Ausschlupfens nicht ab, beißt an der Seite die Königszellen auf, und sticht die jungen Königinnen in ihrem Puppenstande todt, wo ein jeder bey solchen Umständen junge todte herausgeschleppte Königinnen finden kann, und wird.
Auf einen solche Zufall giebt es von einem solchen Stocke dasselbe jahr keinen Schwarm mehr; ausgenommen, bey einer recht guten folgenden Honigtracht und Witterung. Auch giebt jener Stock gar keinen Schwarm, der im Frühjahre die Thrännen abwirgt und abbeißt, auch jener nicht, der einmal 24 Stunden großen Hunger gelitten hat, sie mögen an Vögeln so stark werden, als sie immer wollen.
Das Heraus- oder Vorliegen der häufigen Bienen, ist also kein sicheres gewisses, sondern nur ein zweifelhaftes Anzeigen des Schwärmens, welches schon viele werden erfahren haben. Bey guter Honigtracht, wenn der Wachsbau um Honig auszuleeren zu klein ist; so legen Sich die Bienen auch vor, und ein solcher Stock schwärmt oft gar nicht, weil die honigvollen Zellen die Eyerlage der Königinn, und also die Vermehrung hemmen. Solchen Stöcken muß man also Unter= oder Aufsätze geben, wo die vorliegenden Bienen in etlichen Minuten verschwinden, und de Wachsbau vergrößern werden.
Wenn also der erste, oder Mutterschwarm abgegangen ist, so ist keine, außer der noch im puppenstande verhüllten Königinnen im Stocke. Diese bleiben also bis den 9.10. oder 12.Tage nach dem Vorschwarm verhüllt, wo sie dann ausschlüpfen.
Ist also nur eine einzige Weiselwiege mit einer Königinn belegt, so folgt kein Schwarm mehr nach; sind aber mehrere solche junge angesetzt, und ausgelaufen, so kündigen sie ihr Daseyn mit einer unterscheidenden Stimme an, man nennet solches das Tüten der Königinnen. Tü, Tü, Tü, qua, qua, qua, &c. Wer die Musiktöne unterscheiden kann, der kann auch wissen und hören, wie viele junge Königinnen ausgelaufen sind, denn jede hat eine etwas höhere oder tiefere Stimme. Dieses Tüten kann man abends spät und deutlich 2 bis 3 Schritte vom Stock entfernt, noch besser aber mit Hinzuhaltung des Ohres vernehmen.
Bey guter Witterung stoßt ein solcher tütender Stock den 2. oder 3ten Tage seinen gewissen Nachschwarm ab. Dieser, und nicht der Vorschwarm, hat junge, und oft mehrere Königinnen bey sich, oft folgt noch ein dritter Schwarm, welches fast allezeit schädlich ist.
Es giebt auch Sängervorschwärme, welche sich alsdann ereignen, wenn die alte Königinn wegen übler Witterung mit ihrem Schwarm vor dem Ausschlupfen der Jungen nicht abfliegt, von solchen also getödtet wird. Ein solcher Vorschwarm hat freylich junge Königinnen, weil die alte abgestorben ist, welches aber außer einem großen Falle nie geschieht.
Fällt aber ein Vorschwarm früh im May, so kann er nach 40 Tagen in Juny bey guter Witterung und Honigtracht nochmal einen Vorschwarm mit der alten Königinn abstossen, welchen man alsdann einen Jungferschwarm zu nennen pflegt, auf welchen wieder ein oder mehrere Nachschwärme folgen können.
Viele Regeln, die Schwärme zu schöpfen, vorzuschreiben, wäre überflüssig. Man lasse den Schwarm seine Zeit zum Anlegen; doch schadet es gar nicht, wenn man sich mit einer guten Handspritze versieht, und also vor dem Schwarm her unter die Bienen spritzt. Das sogenannte Tempeln oder Klopfen an den Sensen nützt weiters zu nichts anderen, als daß man nach altem Gebrauch seinen Nachbarn, welche eben Bienen unterhalten, ein Zeichen giebt, daß ein Schwarm abgeht, wodurch Zank und Streit gleichsam verhindert wird. Man kann in dieser Absicht diesem Gebrauche in solchen Orten folgen.
Wenn sich der Schwarm an einem Baume oder Gesträuche angelegt hat, und sich ruhig verhält, so hat er seine Königin bey sich. Mangelt diese, so wird derselbe unruhig herumfliegen, und ganz eine andere Timme von sich hören lassen, als bey der Gegenwart derselben. Findet er solche nicht bald, so wird solcher wieder in seinen Mutterstock zurückkehren. Sobald man dieses bemerkt, sucht man nahe an den Bienenstand auf dem Boden die Königinn auf, wo man sie leicht, und meistens mit etlichen Bienen finden kann. Findet man sie bey Zeiten, ehe der Schwarm zurückezieht, so trägt man solche gleich zum Schwarm. Ist dieser schon zurück im Mutterstocke, so läßt man die Königinn hineinlaufen, wo den anderen Tag der Schwarm folgt.
In dem gründlichen Unterricht findet man fast für alle Zufälle zum Einschöpfen Regeln. Ich bediene mich des vorgeschriebenen Schwarmsackes, womit ich niemals Gefahr laufe.
Hat man seinen Schwarm geschöpft, so läßt man denselben nicht bis abends an dem Einschöpfungsorte stehen, sondern nach einer halben Stunde trägt man in an seinen bestimmten Ort.
Vorschwärme soll man nicht nahe an ihre Mutterstöcke, wohl aber die Nachschwärme setzen, welches alles seine guten Folgen hat. Das übrige, was noch zur Schöpfung der Schwärme gehört, werde ich im künftigen Juny nachtragen.
